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In Teil eins haben wir drei Museen vorgestellt: das Museo Castello Scaligero in Malcesine, das Museo del Castello Scaligero in Torri del Benaco sowie das Museo del Vino in Bardolino. Gerade die beiden letzteren legen Zeugnis ab von der Geschichte der wichtigsten Wirtschaftszweige des Gardasees, nämlich der Fischerei und der Herstellung von Wein.

Doch sind das natürlich nicht die einzigen beiden ökonomischen Nischen, mit denen die Menschen am See seit vielen Jahrhunderten ihr Aus- und Einkommen verdienen. Auf den fruchtbaren Böden rund um den See gedeihen viele weitere Obst-, aber auch Gemüsesorten, aus denen eine noch ein kleines bisschen herausragt. Die Rede ist von der Olive.

Unzählige Olivenhaine und –wälder säumen die Ufer des Gardasees, und zahlreiche Wanderwege und Fahrradrouten führen durch sie hindurch. Bardolino ist am See nicht nur die Hauptstadt der Weinreben, sondern irgendwie auch die heimliche Hauptstadt der Oliven und des Öls. Denn dort befindet sich nicht nur das erwähnte Weinmuseum, sondern auch das Museo dell'Olio d'Oliva, das Museum des Olivenöls. Das Gebäude befindet sich im südlichen Ortsteil von Bardolino, in Cisano (Via Peschiera 54). Hier erfährt man alles Wissenswerte über die Herstellung von Olivenöl, über die Methoden der Gewinnung zu früheren Zeiten und kann sich über die Historie des Familienunternehmens Oleificio Cisano, das auch das Museum betreibt, informieren. Im kulinarisch geprägten Shop des Museums lassen sich viele lokal produzierte Ölsorten erwerben, aber auch andere Spezialitäten wie Wein, Honig, Schnaps, Essig – und natürlich Oliven.

Natürlich ist die Geschichte des Gardasees auch kunsthistorisch interessant. Ob man sich eher für Funde interessiert, die aus der frühen Besiedlungszeit des Sees stammen und die von der Kultur dieser Völker erzählen, oder ob es doch eher die Werke von Malern aus Mittelalter und Renaissance sein sollen, die am Gardasee entstanden sind, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Das Museo Civico in Riva del Garda etwa, das stilistisch äußerst spannend im Kastell der Gemeinde untergebracht ist, beherbergt eine sehr große Zahl von Exponaten, die von großem archäologischen Interesse sind. Gerade der Gegensatz zwischen den teils antiken Ausstellungsstücken und dem modernen Museumsbau ist es, der das Haus so reizvoll macht. Zudem sind hier einige Gemälde zu sehen sowie eine Ausstellung, die sich mit der wechselvollen Geschichte von Riva del Garda befasst.

Abschließend noch ein Ausflugstipp in die Hochkultur, nämlich in das Museum moderner und zeitgenössischer Kunst (Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto, MART) in Rovereto. Das Haus ist architektonisch sehr bedeutend und auch die Exponate, die es beinhaltet, sind aus der Sicht von Kunstkritikern ausgesprochen wertvoll. So befindet sich hier u.a. die wichtigste Sammlung futuristischer Kunstgegenstände in ganz Italien, darüber hinaus gastieren, neben der permanenten Ausstellung, stets wechselnde Sammlungen, die Weltruhm genießen.


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Weitere Ausflugstipps finden Sie in unserer Rubrik  Gardasee Ausflugstipps

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